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BayWater Position

Nachhaltige industrielle Wassernutzung – Warum BayWater an den Lösungen von morgen arbeitet

Die nachhaltige Nutzung von Wasser entwickelt sich zunehmend zu einer der zentralen Herausforderungen für Industrie und Gesellschaft. Anlass für die jüngste öffentliche Diskussion waren Berichte über die Nutzung von Tiefengrundwasser in industriellen Prozessen sowie aktuelle regulatorische Entwicklungen der Landeshauptstadt München (siehe Weiterführende Informationen). Diese Diskussion verdeutlicht eine Entwicklung, die weit über einzelne Branchen oder Unternehmen hinausreicht: Mit dem Klimawandel, zunehmenden Trockenperioden und wachsenden Nutzungskonkurrenzen wird Wasser zu einer strategischen Ressource, deren nachhaltige Bewirtschaftung eine zentrale Zukunftsaufgabe für Gesellschaft, Wirtschaft und Politik darstellt.

Für die Industrie bedeutet dies einen grundlegenden Wandel. Auch künftig wird eine sichere und qualitativ hochwertige Wasserversorgung unverzichtbar bleiben. Gleichzeitig wird es zunehmend darauf ankommen, Wasser entsprechend seines tatsächlichen Qualitätsbedarfs einzusetzen, betriebliche Wasserkreisläufe konsequent weiterzuentwickeln und hochwertige Wasserressourcen dort einzusetzen, wo sie aus hygienischen oder produktionstechnischen Gründen tatsächlich erforderlich sind.

Kernaussage

Nachhaltige industrielle Wassernutzung bedeutet nicht, überall möglichst wenig Wasser einzusetzen. Sie bedeutet, für jeden Prozess genau die Wasserqualität bereitzustellen, die technisch und hygienisch erforderlich ist, hochwertige Wasserressourcen gezielt dort einzusetzen, wo sie tatsächlich benötigt werden, und geeignete Wasserströme sicher in industrielle Kreisläufe zurückzuführen.

Genau an diesen Fragestellungen arbeitet der Forschungsverbund BayWater. BayWater verfolgt das Ziel, wissenschaftlich fundierte Lösungen für eine ressourceneffiziente, sichere und zukunftsfähige industrielle Wassernutzung zu entwickeln. Im Mittelpunkt steht dabei nicht der pauschale Ersatz von Trinkwasser oder hochwertigen Grundwasserressourcen, sondern eine differenzierte Betrachtung industrieller Wasserströme. Entscheidend ist die Bereitstellung einer Wasserqualität, die den Anforderungen des jeweiligen Prozesses sicher und zuverlässig entspricht.

Dieses Prinzip der bedarfsgerechten Wasserqualität (fit-for-purpose water) eröffnet erhebliche Potenziale für die industrielle Wasserwirtschaft. Nicht jeder industrielle Prozess erfordert Wasser höchster Qualität. Entscheidend ist vielmehr, dass die jeweils benötigte Wasserqualität sicher bereitgestellt und kontinuierlich überwacht werden kann. In zahlreichen Anwendungen – von Reinigungs- und Spülprozessen über Kühl- und Prozesswasser bis hin zur innerbetrieblichen Wiederverwendung von Wasserströmen – können geeignete alternative Wasserressourcen oder aufbereitete Prozesswässer eingesetzt werden. Voraussetzung hierfür sind jedoch wissenschaftlich fundierte Lösungen, die sowohl technische als auch hygienische Anforderungen dauerhaft erfüllen.

Genau hier setzt BayWater an. Der Forschungsverbund, der durch die Bayerische Transformations- und Forschungsstiftung finanziert wird, entwickelt und validiert integrierte, sektorübergreifende Konzepte, die moderne Wasseraufbereitung mit innovativer Sensorik, mikrobiologischer Überwachung, digitaler Prozessanalytik und intelligenter Prozesssteuerung verbinden. Ziel ist nicht allein die Aufbereitung von Wasser, sondern der sichere und nachvollziehbare Betrieb geschlossener oder teilgeschlossener Wasserkreisläufe unter realen industriellen Bedingungen.

Eine zentrale wissenschaftliche Herausforderung besteht dabei darin, alternative Wasserressourcen nicht nur aufzubereiten, sondern ihre Qualität kontinuierlich zu überwachen, hygienisch abzusichern und ihre Eignung für den jeweiligen industriellen Prozess dauerhaft nachzuweisen. Erst durch die Kombination aus leistungsfähiger Aufbereitung, kontinuierlicher Sensorik, mikrobiologischer Überwachung und datenbasierter Prozessüberwachung können industrielle Wasserkreisläufe langfristig sicher betrieben werden.

BayWater untersucht diese Fragestellungen gemeinsam mit einem breiten Konsortium aus Wissenschaft und Industrie. Die entwickelten Lösungen werden dabei nicht ausschließlich im Labor untersucht, sondern gemeinsam mit den Projektpartnern unter realen industriellen Randbedingungen erprobt und bewertet. Die Forschung reicht von der Entwicklung neuer Membran- und Aufbereitungstechnologien über innovative Sensorik und datenbasierte Überwachungssysteme bis hin zur Validierung unter realen Betriebsbedingungen in unterschiedlichen Industriezweigen. Gerade diese Vielfalt ermöglicht es, Lösungen zu entwickeln, die nicht auf einzelne Anwendungen beschränkt bleiben, sondern auf unterschiedliche industrielle Wassersysteme übertragbar sind.

Die aktuelle öffentliche Diskussion zeigt, dass nachhaltige Wassernutzung nicht allein eine regulatorische oder gesellschaftliche Herausforderung ist. Sie ist vor allem eine wissenschaftlich-technische Aufgabe. Der Schutz hochwertiger Wasserressourcen darf dabei nicht im Widerspruch zu einer leistungsfähigen Industrie stehen. Vielmehr gilt es, beide Ziele gemeinsam zu erreichen – durch innovative Technologien, belastbare wissenschaftliche Erkenntnisse und eine enge Zusammenarbeit zwischen Forschung, Wirtschaft und öffentlicher Hand.

BayWater versteht sich als wissenschaftliche Plattform für den Transfer neuer Erkenntnisse in industrielle Anwendungen. Der Forschungsverbund entwickelt gemeinsam mit seinen Partnern die Grundlagen für eine industrielle Wassernutzung, die Ressourcenschutz, Versorgungssicherheit, Klimaanpassung und industrielle Resilienz miteinander verbindet. Damit leistet BayWater einen Beitrag zur Transformation der industriellen Wasserwirtschaft hin zu geschlossenen, ressourceneffizienten und resilienten Wasserkreisläufen und unterstützt gleichzeitig den langfristigen Schutz hochwertiger regionaler Wasserressourcen.

 

Weiterführende Informationen

Regulatorische Entwicklungen

Öffentliche Diskussion

Die jüngsten Berichte der Süddeutschen Zeitung verdeutlichen die gesamtgesellschaftliche Relevanz der Fragestellungen:

Treffen akademischer Partner

Beim gemeinsamen Projekttreffen stellten die Doktorandinnen und Doktoranden den aktuellen Stand ihrer Forschungsarbeiten vor. In acht Kurzvorträgen präsentierten sie die bisherigen Ergebnisse ihrer Teilprojekte und diskutierten diese anschließend mit den akademischen Projektpartnern.

Das Treffen bot eine gute Gelegenheit, sich über den Fortschritt des Gesamtprojekts auszutauschen, neue Impulse für die weitere Zusammenarbeit zu gewinnen und mögliche projektübergreifende Kooperationen zu identifizieren. Der intensive wissenschaftliche Austausch zeigte einmal mehr, wie eng die Teilprojekte miteinander vernetzt sind und wie der gemeinsame Dialog die Forschung im Projekt voranbringt.

Nachhaltiges Wassermanagement wird immer wichtiger

Wasserknappheit in der Stadt München

Allgemeinverfügung zur Wassernutzung

8. AK3 und AK4 Treffen in Regensburg

Das AK 3 und AK 4-Meeting im Juni 2026 bot 26 Projektpartnern eine wertvolle Plattform für einen intensiven fachlichen Austausch, neue Impulse und gelebte Zusammenarbeit. Unser Projektpartner Infineon stellte das Unternehmen vor und gewährte den Teilnehmenden bei einer Werksführung spannende Einblicke in ausgewählte Arbeitsbereiche. Im Mittelpunkt des Treffens standen die Rückmeldungen der Projektpartner zum aktuellen Projektfortschritt sowie ein anschaulicher Bericht zu den erzielten Fortschritten und laufenden Versuchen im Bereich der Abwasserbehandlung und -analytik. Damit wurde einmal mehr deutlich, wie wichtig der gemeinsame Dialog und die enge Vernetzung für die erfolgreiche Weiterentwicklung des Projekts sind.

Neuer Industriepartner

LAGOTEC GmbH im Forschungsverbund BayWater

Wir freuen uns, dass ab dem 1. April 2026 der Verbund um einen neuen Industriepartner erweitert wurde. Wir möchten die LAGOTEC GmbH an dieser Stelle herzlich im Verbund willkommen heißen.

Flottweg TecDay - 7. Mai 2026 in Vilsbiburg

Prof. Stephen Schrettl spricht zum Thema “Schließung von Wasserkreisläufen in der Industrie – Separationstechnologien und Einblicke von BayWater”

Unser Industriepartner Flottweg bietet die Gelegenheit, die modernste Trenntechnik direkt dort zu erleben, wo Innovation entsteht. Sie können das neue Process Centers mit einer Fläche von 2.000 m² erkunden und einen exklusiven Einblick erhalten.

Programm (pdf-Datei)
weitere Informationen

3. Doktorandentreffen

Um die Arbeitsgruppen am Lehrstuhl für Analytische Chemie und Wasserchemie kennzulernen, trafen sich am 16. April 2026 die Dokorandinnen und Doktoraden  in Garching. Nach einer kurzen Vorstellung der Forschungsgruppen C (UV-Oxidationstechnologie) und D (Analyse des Membranfoulings) wurden uns die in den Chemielabors verwendeten Methoden und Geräte anschaulich vorgeführt. 
Es entwickelte sich ein intensiver fachlicher Austausch, bei dem nicht nur aktuelle Fragestellungen diskutiert, sondern auch mögliche Lösungsansätze gemeinsam erarbeitet wurden. Dadurch konnten wichtige Impulse für die weitere Forschung gesetzt werden.

Workshop "Faseroptische Sensorik"

Die Entwicklung der faseroptischen Sensorik zur Membran- und Prozessüberwachung ist ein zentrales Element des BayWater-Projekts. Insbesondere die Überführung der Messtechnologien in industrielle Anwendungen ist mit besonderen Herausforderungen verbunden. Daher sollte im Rahmen des AK4 der Fokus stärker als bisher auf der faseroptischen Sensorik und ihrer Umsetzung in die Praxis gelegt werden. Der Workshop bildete hierfür die geeignete Plattform zwischen den Beteiligten aus Wissenschaft, Industrie und Anwendung.

Die Zielsetzung bestand darin, den aktuellen Entwicklungsstand zu beleuchten, mögliche Geräte-/Sensorausprägungen aufzuzeigen und die betrieblichen Anforderungen zu verstehen. Auf dieser Grundlage wurde die Lücke aufgezeigt, die zwischen der akademisch geprägten F&E und der Anwendung im Industrieumfeld üblicherweise besteht. Mit diesen Erkenntnissen wurden zahlreiche Impulse gesetzt, Maßnahmen diskutiert und Aufgaben beschlossen um die Umsetzungshürden für den industrie- und prozesstauglichen Einsatz von faseroptischen Sensoren so klein wie möglich zu halten.

Bayerischer Umweltminister Thorsten Glauber besucht MKR Metzger GmbH

Einen besonderen Schwerpunkt bildeten die aktuellen Forschungs- und Entwicklungsprojekte des Unternehmens - darunter auch das BayWater-Projekt.

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OHA! 4. Netzwerktreffen 2026 (Ostbayern handelt)

Am Dienstag, 24. Februar 2026, lud die OHA!-Initiative zum 4. OHA! Netzwerktreffen ein. Gastgeber der Veranstaltung war in diesem Jahr unser Projektpartner die Krones AG in Neutraubling. In einem Vortrag wurde der Verbund BayWater vorgestellt. 

weitere Informationen

Programm

15. Weihenstephaner Seminar für Wassertechnologie

Vom 22. bis 23. Januar 2026 wurde Freising zum Treffpunkt der Wasserbranche: Beim 15. Weihenstephaner Seminar für Wassertechnologie zeigte sich eindrucksvoll die Leistungsfähigkeit des Verbunds BayWater. Renommierte Expertinnen und Experten aus dem BayWater-Netzwerk gestalteten einen Großteil des Programms und präsentierten zukunftsweisende Lösungen zu Nachhaltigkeit, Polymeren und innovativen Wassertechnologien.

Mit über 70 Teilnehmenden aus unterschiedlichsten Branchen bot das Seminar nicht nur hochkarätige fachliche Impulse, sondern auch eine ideale Plattform für Austausch, Vernetzung und neue Kooperationen.

Frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr!

Zum Ende eines ereignisreichen Jahres möchten wir uns bei allen Projektpartnerinnen und Projektpartnern für die wertvolle Zusammenarbeit bedanken. Gemeinsam konnten wir viele Schritte gehen, Ideen weiterentwickeln und wichtige Impulse setzen.

Wir wünschen Ihnen eine schöne und erholsame Weihnachtszeit sowie viele besinnliche Momente im Kreis Ihrer Liebsten. Kommen Sie gut und gesund in das neue Jahr.

Auch 2026 freuen wir uns auf eine gute Zusammenarbeit und auf weitere gemeinsame Erfolge im Verbund.

Frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr!

AK3 und AK4 Treffen in Siegsdorf

Im Dezember 2025 trafen sich die Projektpartnerinnen und Projektpartner zu ihrem vierteljährlichen Treffen. Nach einer herzlichen Begrüßung durch den Betriebsleiter erhielten alle Teilnehmenden einen spannenden Einblick in die Geschichte von Adelholzener sowie eine informative Betriebsführung. Anschließend präsentierten die Partnerinnen und Partner den aktuellen Stand des Projekts und die erzielten Fortschritte. Zum Abschluss fanden konstruktive Abstimmungen zwischen den einzelnen Themenfeldern statt, um gemeinsam die nächsten Schritte festzulegen und den erfolgreichen Projektverlauf weiter voranzutreiben. 

2. Doktorandentreffen

Im November 2025 fand das zweite persönliche Treffen der Doktorandinnen und Doktoranden des Verbunds statt. Dieses Mal waren wir zu Gast am Lehrstuhl für Systemverfahrenstechnik (SVT) sowie an der Professur für Funktionsmaterialien für Lebensmittelverpackungen (FMP) in Freising.

Nach einer kurzen Vorstellung beider Forschungsgruppen folgte ein gemeinsamer Rundgang durch die Labore und Arbeitsräume. Beide Arbeitsgruppen nahmen sich viel Zeit, ihre jeweiligen Forschungsthemen, eingesetzten Methoden und Geräte ausführlich vorzustellen. So erhielten wir nicht nur einen Einblick in laufende Projekte, sondern auch in experimentelle Aufbauten, Messverfahren und eingesetzte Materialien. Besonders spannend waren die praxisnahen Demonstrationen. Natürlich gab es auch reichlich Gelegenheit für Diskussionen, Fragen und den informellen Austausch zwischen den Teilnehmenden.

Forschungsverbund BayWater sehr erfolgreich evaluiert

Am 24. Oktober 2025 präsentierten die Fachprojekte und Arbeitskreise ihre ersten Ergebnisse im Rahmen der Begutachtung dem unabhängigen Gutachtergremium sowie den Vertreterinnen und Vertretern der Bayerischen Transformations- und Forschungsstiftung. Rund 50 Teilnehmende aus dem Verbund waren vor Ort und nutzten die Gelegenheit zum intensiven Austausch über die bisherigen Forschungsergebnisse, die Zusammenarbeit im Verbund und die nächsten Schritte.

Ein ganz herzliches Dankeschön gilt dem Gutachtergremium für ihre Zeit, ihr Engagement und die wertvollen Rückmeldungen, die uns wichtige Impulse für die weitere Arbeit geben.

Unser besonderer Dank geht auch an unseren Projektpartner MTU Aero Engines AG für die hervorragende Organisation der Veranstaltung sowie an alle Projektpartnerinnen und Projektpartner für ihre engagierte Mitarbeit, ihren Einsatz und ihre Unterstützung im ersten Projektjahr.

Terminhinweis

Internationale Konferenz zu UV-LED-Technologien und deren Anwendungen (ICULTA 2026)

21. - 24. April 2026 KARL STORZ Besucherzentrum Berlin, Scharnhorststraße 3, 10115 Berlin

weitere Informationen

Terminhinweis

15. Weihenstephaner Seminar für Wassertechnologie

22. und 23. Januar 2026 am TUM Campus Weihenstephan

weitere Informationen

Informationsflyer

Informationsflyer BayWater als pdf-Datei

5 BayWater-Partner auf der drinktec vertreten

weitere Informationen zur Messe in München

AK3 und AK4 Treffen in Landshut

Gastgeber: BMW Group Werk Landshut – BMW AG

Im August kamen die Projektpartnerinnen und Projektpartner zu einem gemeinsamen Treffen zusammen, um sich über den aktuellen Stand der einzelnen Teilprojekte auszutauschen. Nach einer ausführlichen Einführung in die Geschichte und Bedeutung des BMW-Standorts sowie die aktuellen Entwicklungen des Unternehmens fanden in vertiefte Fachgespräche statt. Dabei wurden sowohl die bisherigen Ergebnisse vorgestellt als auch Herausforderungen und nächste Schritte diskutiert. Den Abschluss bildete eine spannende Werksführung, bei der die Teilnehmenden einen Einblick in die modernen Produktionsprozesse erhielten.

Neuer Industriepartner

Krones AG im Forschungsverbund BayWater

Wir freuen uns, dass ab dem 1. Juni 2025 der Verbund um einen neuen Industriepartner erweitert wurde. Wir möchten die Krones AG an dieser Stelle herzlich im Verbund willkommen heißen.

Jahresbericht 2024

Der Jahresbericht 2024 der Bayerischen Transformations- und Forschungsstiftung

Akademisches Update Meeting

Beim internen Update-Meeting im Mai 2025 trafen sich die wissenschaftlichen Partner online, um den aktuellen Stand der sechs Teilprojekte vorzustellen. Die neuen Doktorandinnen und Doktoranden gaben einen Einblick in die ersten Zwischen­ergebnisse. Gemeinsam wurden nächste Milestones und Synergien diskutiert. 

AK3 und Ak4 Treffen in Freising

Im April kamen die Projektteilnehmerinnen und Projektteilnehmer zu einem Treffen zusammen, das ganz im Zeichen eines umfassenden Statusupdates stand. Neben der Vorstellung des aktuellen Projektfortschritts bot das Treffen Raum, um offene Fragen zu klären und unterschiedliche Perspektiven einzubringen. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem zu erstellenden Abwasserkataster: dessen Zielsetzung, methodisches Vorgehen sowie die nächsten Schritte wurden ausführlich diskutiert. Durch den intensiven Austausch konnten wichtige Detailfragen geklärt und die weiteren Arbeitspakete klarer definiert werden.

Doktorandentreffen

Anfang April trafen sich alle Doktorandinnen und Doktoranden des Verbunds in Freising, um sich über den aktuellen Stand ihrer Forschungen auszutauschen und einander besser kennenzulernen. In lockerer Atmosphäre bot sich dabei vielfach die Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen und Anregungen für die Zusammenarbeit zu gewinnen.

Versuchs­anlagen modernisiert

Technikums-RO modernisiert

Das Technikums­labor in Freising wurde in Kooperation mit Endress und Hauser und Zusammenarbeit mit der OTH Regensburg aufgerüstet:

  • Die Ausstattung mit neuer Sensorik von Endress und Hauser ermöglicht künftig verlässliche Erkenntnisse über Prozesswerte unter verschiedenen Bedingungen.

  • Zwei PMMA-Flach­zellen mit Sicht­fenstern und hoch­auflösender Bild­analytik können unter Betriebs­drücken zur direkten Analyse der Membranen genutzt werden.

  • Die Steuerung der Technikumsanlage wird mit Hilfe der OTH Regensburg modernisiert, um Prozessdaten direkt zu analysieren und für die Prozesssteuerung zu nutzen.  

Mit den Installationen sind die Voraussetzungen geschaffen, um ab März die ersten Serien­versuche mit synthetischen Test­wässern zu starten.

Neue Bachelor- und Masterarbeiten starten

Mehrere Bachelor- sowie Masterarbeiten haben ihre Arbeit im Rahmen von BayWater aufgenommen. Die Projekte vertiefen zentrale Teil­themen des Verbunds und stärken gleichzeitig den Wissenstransfer zwischen Forschung und Anwendung. Wir heißen alle neuen Team­mitglieder herzlich willkommen und wünschen viel Erfolg!

BayWater-Team wächst

Alle Arbeitsgruppen sind inzwischen durch Doktorandinnen und Doktoranden verstärkt. Die Forschungsarbeit an den verschiedenen Themenschwerpunkten kann beginnen.

Arbeitskreise

AK1–AK4 nehmen Fahrt auf

Kurz nach Projektstart haben alle vier BayWater-Arbeitskreise ihre konstituierenden Sitzungen durchgeführt – mit regem Austausch zwischen Forschung und Industrie:

AK 1 Vorbehandlungsstrategien und Betriebsmethodik erarbeitete Versuchs­matrizen bzw. Modellstudien für verschiedene Vorbehandlungsmethoden wie Druckentspannungsflotation (Dissolved air flotation - DAF), Teller­separatoren und Aktivkohle-Filter.

AK 2 Membranfoulinganalytik und digitaler Membranzwilling priorisierte die Weiter­entwicklung des faseroptischen Fouling­sensors und des Membranfouling-Simulators.

AK 3 Demonstratoranlagen & Wissenschaftstransfer diskutierte unterschiedliche Modellszenarien für Demonstratoranlagen und Kenn­zahlen zur Bewertung  der Anlagen.

AK 4 Online Sensorik & “Predictive Maintanance” stellte verschiedene Möglichkeiten und Ansprüche in der Sensorik vor und es wurden verschieden Daten­modelle besprochen, um Prozess- und Labor­daten zusammenzuführen.

Nächste AK-Treffen sind fürs zweite Quartal 2025 vorgesehen.

Team Update

Neue Koordinatorin

Neuigkeiten in der Projekt­koordination: Ab 01. Januar verstärkt Dr. Ute Wiegand das BayWater-Team in der Rolle der Gesamt­koordinatorin. Sie bringt langjährige Erfahrung in Verbund­projekten mit und wird erste Ansprech­person für alle organisatorischen Belange sein (Kontakt: ute.wiegand@tum.de).

Wir heißen Ute herzlich willkommen!

Standortbegehungen

Erste Fallstudien definiert

In den vergangenen Wochen hat das TUM-Projektteam bereits einige der 25 Industrie­partner vor Ort besucht. Ziel der Begehungen war es, Prozess­wasser­ströme zu erfassen, Proben zu ziehen und die Rahmen­bedingungen für Fallstudien festzulegen. 

Die erhobenen Daten fließen nun in die Detail­planung der Labor­versuche und Analysen der definierten Wässer werden zum Aufbau eines Abwasserkatasters durchgeführt. Ein erstes Zwischen­fazit wurde beim Konsortial­treffen im Frühjahr vorgestellt.

BayWater offiziell gestartet

Förderbescheid überreicht

Mit der Übergabe des Förderbescheids durch Staatsminister Dr. Florian Herrmann an der Technischen Universität München ist BayWater nun auch ganz offiziell in die Umsetzungs­phase gestartet. Zwei Millionen Euro stellt die Bayerische Forschungs­stiftung bereit, damit das 31 Partner umfassende Konsortium Lösungen für ein nachhaltiges betriebs­integriertes Wasser­management entwickelt.

Auf der Kick-off-Veranstaltung wurden die sechs wissenschaftlichen Einrichtungen und Teil­projekte A–F präsentiert: von innovativen Vorbe­handlungs­technologien über sensor­gestützte Prozess­steuerung bis hin zu digitalen Membran­zwillingen. Industrie­partner aus Maschinenbau, Getränke- und Lebensmittel­branche, Pharma- und Halbleiter­industrie brachten Praxis­perspektiven ein. Im Fokus stand der gemeinsame Anspruch, Wasser­kreisläufe weitgehend zu schließen, ohne Produktions­prozesse einzuschränken.